Baum des Jahres

Baum des Jahres 2019

Die Flatterulme (Ulmus laevis)

Sie wird ca. 35 Meter hoch, ist somit ein Großbaum und an seinen leicht asymmetrischen Blättern zu erkennen. Man erkennt sie auch an der rauen, schuppenden Borke ihrer Rinde.

Sie ist vor allem in Auwäldern Osteuropas zu Hause und in Deutschland liegt ihr Hauptverbreitungsgebiet in den östlichen Bundesländern.

Diese Ulme kann fast ein Drittel des Jahres Überflutungen trotzen, dazu kann sie die Besonderheit von sogenannten Brettwurzeln ausbilden. Das ist eine Besonderheit, die man eigentlich eher von Bäumen des Regenwaldes kennt und die nur auf sehr wenige Baumarten in Europa zutrifft.

Das Holz dieser Ulmenart ist als eher zäh zu bezeichnen, eignet sich aber nur sehr bedingt zur Holzwirtschaft und -produktion. Dem Ulmensterben gegenüber zeigt sich die Flatterulme deutlich robuster als andere Unterarten ihrer Gattung.

In ihrer Rinde besitzt sie Bitterstoffe, die die Schädlinge kleiner und großer Ulmensplintkäfer eher abstoßen, so dass sie die Flatterulme deutlich seltener anfliegen. Der durch sie übertragene Schlauchpilz ist zudem für Flatterulmen weniger gefährlich, da sie eine teilweise Resistenz gegen diesen Pilz ausgeprägt haben.

Andererseits gibt sie dem seltenen Ulmenblattfloh ein Zuhause und ist deshalb ein zunehmend wichtiger Baum im Sinne des Artenschutzes. Zudem ist sie ein sogenannter Frühblüher.

Die Flatterulme kann ein Alter von 250 Jahren und, mit etwas Glück, sogar etwas mehr erreichen.

Schirmherrin für den Baum des Jahres 2019 ist im Übrigen die derzeitige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.


Baum des Jahres 2018

Pflanzung des Baumes

Die Esskastanie