Moderne Gesellschaft

Jugend und Alter

Gute Jugendarbeit wird von der Stadt, in hohem Maße ehrenamtlich geleistet. Durch Vereine, Kirchen, soziale Träger und nicht zuletzt Selbstorganisation von Jugendlichen besteht ein breites Freizeit- und Engagementangebot für Jugendliche, das wir stützen müssen. Wir wollen Jugendliche stärker in die Entscheidungsprozesse des Rates einbinden und sie aktiv im Ausschuss für Jugend und Soziales als beratende „Fachleute in eigener Sache“ beteiligen.

Jugendliche finden darüber hinaus in Halle Angebote zur Freizeitgestaltung im Jugendzentrum in der Remise und in dem im Umbau befindlichen Jugendtreff an der Langen Straße. Mit Unterstützung der städtischen Jugendsozialarbeiter etabliert sich zurzeit ein Jugendforum zur eigenen Interessenvertretung.

Familie ist nicht nur dort, wo Kinder sind. Ältere Menschen und ihre Angehörigen brauchen ebenfalls unsere Unterstützung. Wir GRÜNE setzen uns für altengerechtes Wohnen ein, eine barrierefreie Innenstadt und die Unterstützung des Haller Generationennetzwerks.

 

Migration

Ein Viertel der Haller Bürgerinnen und Bürger haben einen Migrationshintergrund.

Migrantinnen und Migranten sind im Alltag, in Schulen und Sportvereinen längst zu willkommenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern geworden. Die Haller GRÜNEN werben für eine noch aktivere Teilhabe am gesellschaftlichen und insbesondere am politischen Leben in Halle.

Im Bildungswesen und am Arbeitsmarkt sind Menschen mit Migrationshintergrund noch immer stark benachteiligt. Wir GRÜNEN setzen uns für eine weitsichtige und begleitende Integrationsförderung ein Wir werden uns insbesondere dafür einsetzen, dass die frühkindliche Förderung in den Kindertageseinrichtungen mögliche Nachteile von Kindern mit Migrationshintergrund ausgleicht auch Kindern mit verschiedenen kulturellen Hintergründen gleiche Chancen im Bildungswesen gewährt werden.

Jugendliche aus Migrationsfamilien gleiche Chancen am Ausbildungsmarkt vorfinden. Wir sprechen uns auch dafür aus, dass ein Migrationsrat in Halle gegründet wird, durch den auch diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Worte kommen, die kein Wahlrecht in Halle ausüben dürfen. Wir begrüßen eine aktive Beteiligung und bürgerschaftliches Engagement aller Zuwanderer in Halle.

Wir werden uns für ein Gesamtkonzept zur Inklusions- und Integrationspolitik in Halle stark machen. Dabei sehen wir die spezifischen Potenziale und Ressourcen von Migrantinnen und Migranten als Chance und Gewinn für Halle.

 

Diversity – Individualität und gesellschaftliche Vielfalt

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Menschen, die in ihrer Person einzigartig sind. Sie unterscheiden sich in Geschlecht, Alter, Herkunft, Ethnie, sexueller Identität, Religion, Weltanschauung oder/und Behinderungen.

Diese Vielfalt macht unsere Welt und unsere direkte Umgebung bunter, interessanter und bereichert unser alltägliches Miteinander. Umso wichtiger ist es, Menschen aufgrund dieser Merkmale nicht zu diskriminieren oder auszugrenzen. Ihre Teilhabe ist in unserem Grundgesetz verankert und noch einmal im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz auf europäischer und Bundesebene bestärkt.

Uns Grünen ist diese Vielfalt in unserer Stadt wichtig und deswegen setzen wir uns gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund der oben genannten Merkmale ein. Der Schutz von Minderheiten ist uns dabei genauso wichtig wie Emanzipation von Frau und Mann in allen Lebensbereichen.

Jedem Menschen muss es ermöglicht werden, ein würdevolles und respektiertes Leben zu führen – ohne Herabsetzungen, unnötige Benachteiligungen, Ausgrenzungen oder gar psychischer oder körperlicher Gewalterfahrungen.

Publikation zum Thema: Diversity gestalten – Alles so schön Bunt hier (Dokumentation des ersten Diversity-Gesprächs vom 14. November 2013 im Landtag NRW)

Wirtschaft und Arbeit

Halle verfügt über außergewöhnlich gute Rahmenbedingungen für vielfältige Wirtschaftsaktivitäten. Dies wird belegt durch die hohe Zahl an Arbeitsplätzen, hohes Gewerbesteueraufkommen und durch großes Interesse an Zuwanderung weiterer Betriebe. Diese Entwicklung gibt den Menschen Sicherheit und Zukunftsperspektiven.

Unternehmen benötigen für ihre Entwicklung nicht nur Gewerbeflächen. Genauso wichtig sind gut qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort. Schon jetzt wird es schwieriger, der großen Nachfrage nach Fachkräften für das Handwerk und die Wirtschaft nachzukommen. Daher muss Halle in Bildung und in die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt investieren!

Um junge Familien und Fachkräfte dauerhaft für Halle zu gewinnen, ist die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum unerlässlich.

Zur Behebung des Nachwuchs- und Fachkräftemangels möchten wir in Halle ein Netzwerk ins Leben rufen. Hier sollen Vertreter der Haller Unternehmen und Betriebe, der IHK, der Kommune, des Mehrgenerationenhauses, des Jobcenter und der Schulen zusammenarbeiten.

Ein guter Ausbau der Kinderbetreuung wie auch der Pflegeinfrastruktur für alte Menschen sind Voraussetzungen dafür, dass Frauen und Männer Beruf und Familie vereinbaren können. Eine Flexibilisierung der Kinderbetreuungssysteme ermöglicht vermehrt auch Männern am Alltagsleben der Kinder teilzuhaben.

Die Initiativen von immer mehr Wirtschaftsbetrieben, ihren Energiebedarf dezentral und nachhaltig zu decken ist richtungsweisend und muss von der Stadt und der T.W.O. mit allen Kräften unterstützt werden. Hier liegen auch Chancen für unseren städtischen Energieversorger. Die Stadt als Nachfrager von Handwerk und Dienstleistungsgewerbe soll Vergabekriterien entwickeln, die regionales Wirtschaften sowie ökologische und sozial gerechte Arbeitsweisen bevorzugen. Kommunale Kooperationen bieten Möglichkeiten zum kostensparenden und ressourcenschonendem Einkauf.

Wir GRÜNEN unterstützen eine gute Jugend- und Auszubildendenförderung, um Fachkräfte von morgen zu fördern und Ihnen die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen.

Die Herausforderung welche mit dem Demographischen Wandel einhergeht wollen wir aktiv mitgestalten. Wir unterstützen eine Konzeptentwicklung zu diesem Thema und dem daraus resultierenden Umgang mit Leistungsgewandelten Mitarbeitern. Es muss Menschen ermöglicht werden, lange und gesund am Erwerbsleben teilnehmen zu können. Dafür ist es notwendig, den Arbeitsplatz auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abzustimmen und gesundheitliche Förderkonzepte zu etablieren. In Kooperation mit der Rentenkasse, den Krankenkassen, der BGW, den Firmen und örtlichen Gesundheitsversorgern sollte die Stadt Halle Ideen und Maßnahmen zur Entwicklung betreiben, um den kommenden Fragestellungen im Umgang mit der alternden Bevölkerung gewachsen zu sein.

Wir GRÜNE setzten uns für die Förderung von Vernetzung mit den umliegenden Universitäten ein, um an aktuellen Entwicklungen teilzuhaben und den Firmen das Mitwirken an Projekten zur Entwicklung neuer Ideen zu erleichtern. So ist es möglich einem guten Dialog zwischen örtlichen Betrieben und Studenten aufzubauen und zu pflegen.

Breitband – Internet

Nachholbedarf besteht außerdem bei der Patchcable_europflächendeckenden Versorgung mit schnellen Internetzugängen, denn Internet und Neue Medien sind ein zunehmend wichtiger Standortfaktor.

Die Versorgung der ansässigen Firmen ist dabei ebenso wichtig wie der Zugang für die in Halle lebenden Menschen um unsere Stadt insgesamt als attraktiven Standort für Arbeit und Leben zu erhalten. Es ermöglicht Firmen schnell auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren.  Ein schlechter Ausbau ist häufig mit einem Wettbewerbs- oder Standortnachteil gleichzusetzen.

Um Halle für Menschen interessant zu erhalten, ist der Ausbau von Breitbandinternet auch in Wohngebieten zwingend erforderlich, längst dient es nicht mehr nur dem einfachen Datenaustausch, sondern ist Grundlage heimischer Unterhaltung, Kommunikation und auch Grundlage für Home – Office – Konzepte von denen viele Menschen partizipieren können .

 

 

 

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