Stadtpark für alle: Grüner Antrag zur Öffnung des Stadtparkgeländes einstimmig beschlossen 15. August 202515. August 2025 Ein bedeutender Erfolg für mehr Lebensqualität und Aufenthaltsräume in der Innenstadt: Der von der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachte Antrag zur Öffnung des Stadtparkgeländes wurde trotz zunächst ablehnender Verwaltungsvorlage am Mittwoch im Sonder-Haupt- und Finanzausschuss am Ende einstimmig beschlossen. Der Antrag hätte dank SPD und UWG auch so eine Mehrheit gefunden. Um die Abstimmung nicht zu verlieren, schlug Bürgermeister Thomas Tappe einen Kompromiss vor, der eine Überprüfung der Betriebsaufwände nach etwa einem Jahr vorsieht – insbesondere hinsichtlich der Müllentsorgung und Pflege durch den Bauhof. Ein Park für die Menschen – jetzt statt irgendwann Seit über einem Jahrzehnt setzen sich engagierte Bürger*innen für einen Stadtpark in zentraler Lage ein. Mit dem Ankauf der Fläche durch die Stadt bestand nun endlich die Möglichkeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Der grüne Antrag sah vor, das Gelände bereits zu Beginn der Sommerferien 2025 allgemein zugänglich zu machen – ganz ohne kostspielige Sofortmaßnahmen, aber mit spürbarem Nutzen für die Bevölkerung. Konkret bedeutet das: Öffnung des Zauns, um neue Sicht- und Wegeverbindungen zu schaffen Mähen ausgewählter Flächen Aufstellen einfacher Sitzgelegenheiten Ein unkomplizierter Schritt mit großer Wirkung: Gerade in heißen Sommern benötigen viele Menschen – insbesondere diejenigen ohne eigenen Garten – öffentlich zugängliche Grünflächen als Rückzugsorte. Der Stadtpark wird so zur grünen Oase inmitten des Stadtkerns. Langfristige Pläne – zu spät für akuten Bedarf Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Fläche im Rahmen des nächsten ISEK-Programms ab 2027 umfassend zu entwickeln. Das Problem: Realistisch wäre mit einer Nutzung als fertiger Park frühestens ab 2030 zu rechnen – zu spät, um auf die aktuellen Herausforderungen durch Hitzebelastung und fehlende Aufenthaltsorte zu reagieren. Die Grünen begrüßen zwar grundsätzlich das Bemühen um Fördermittel, sehen aber den akuten Handlungsbedarf im Hier und Jetzt. Mit der nun beschlossenen Übergangslösung wurde ein konstruktiver Weg gefunden, kurzfristig eine Verbesserung für viele Menschen zu schaffen – und zugleich langfristige Entwicklungsperspektiven nicht zu blockieren. Bürgernahe Politik mit Augenmaß Fraktionssprecher Jochen Stoppenbrink und Fraktionssprecherin Friederike Hegemann zeigten sich nach dem Beschluss zufrieden: „Wir freuen uns, dass unser Vorschlag nach konstruktiver Diskussion breite Zustimmung gefunden hat. Die Öffnung des Stadtparkgeländes ist ein Gewinn für alle Hallerinnen und Haller.“ Der Beschluss zeigt: Kommunalpolitik kann pragmatisch, nachhaltig und bürgernah zugleich sein – wenn der politische Wille da ist. Auch wenn sich die Sommerferien bereits dem Ende neigen, freuen wir uns, dass wir diesen Durchbruch jetzt erzielen konnten.