46 neue Obstbäume für Halle (Westf.) 18. Dezember 2024 Mit einer starken Aktion zur Förderung von Artenvielfalt und Klimaschutz gibt Veronika Karpf, die neue Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz, ihren Einstand ins Amt. Dank der Unterstützung des Landes NRW konnte der Obstbaumbestand in Halle (Westf.) um 46 Bäume erweitert werden – ein wertvoller Beitrag für Natur, Stadtklima und Bürger*innen. Alte Sorten und ökologische Vielfalt Bei den neu gepflanzten Bäumen handelt es sich um alte und regionale Sorten, fast ausschließlich aus Bioland-Anbau. Dazu gehören nicht nur klassische Apfelsorten wie der „Schöner von Wiedenbrück“, sondern auch Birnen, Pflaumen, Kirschen und Esskastanien. Besonders die Esskastanie überzeugt durch ihren hohen ökologischen Wert, denn sie bietet Insekten durch ihre späte Blüte eine wichtige Nahrungsquelle. Durch die Vielfalt der gepflanzten Sorten wird außerdem die gegenseitige Befruchtung der Bäume gesichert und ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung genetischer Vielfalt geleistet. Für das Gemeindehaus in Künsebeck wurde beispielsweise eine „Pastorenbirne“ gepflanzt, die nicht nur namentlich gut passt, sondern auch zur Biodiversität beiträgt. Ein Teil des Projekts „Essbare Stadt“ 25 der 46 Bäume wurden an die Stadt Halle (Westf.) übergeben, um das geplante Obstbaumkataster zu bereichern. Das Kataster ist ein zentraler Bestandteil des Projekts „Essbare Stadt“: Bürgerinnen und Bürger können künftig online einsehen, wo Obstgehölze stehen, von denen sie ernten dürfen. Damit wird die Stadt nicht nur grüner, sondern auch zugänglicher für alle, die regionales Obst genießen möchten. Mehr als nur Obstbäume Obstbäume leisten einen entscheidenden Beitrag zur Biodiversität und zum Klimaschutz. Sie: bieten Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insektenarten, binden CO₂ und verbessern die Luftqualität, spenden Schatten und kühlen das Stadtklima im Sommer, fördern das ökologische Gleichgewicht und die genetische Vielfalt. Damit die Bäume langfristig gedeihen, erhielten alle Empfänger*innen ein Schreiben mit praktischen Hinweisen zur Pflanzung und Pflege. Darin enthalten: Tipps zu Standortwahl, Bewässerung und Schutzmaßnahmen vor Wildverbiss oder Wühlmäusen. Dank an Dieter Jung und ein Ausblick „Ich freue mich sehr auf die Arbeit als Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz“, erklärt Veronika Karpf. „Gleichzeitig weiß ich, dass ich in große Fußstapfen trete.“ Ihr Vorgänger, Dieter Jung, der über 40 Jahre in der Kommunalpolitik tätig war, hat den Ausschuss viele Jahre mit großem Einsatz geführt und zahlreiche Projekte für Klima- und Umweltschutz in Halle vorangebracht. „Seine Arbeit motiviert mich, verstärkt in Projekte wie dieses zu investieren. Besonders wichtig ist mir, den Bürgerinnen und Bürgern niedrigschwellige Angebote zu machen, damit sie selbst aktiv im Umwelt- und Klimaschutz werden können.“ Ein Schritt in eine grüne Zukunft Mit den 46 neuen Obstbäumen zeigt Halle (Westf.), wie Klimaschutz und Artenvielfalt konkret vor Ort umgesetzt werden können. Ein Projekt, das nicht nur die Umwelt bereichert, sondern auch die Lebensqualität für alle Bürger*innen nachhaltig verbessert. Mehr Informationen zum Projekt „Essbare Stadt“ folgen hier auf unserer Website sobald das Obstbaumkataster durch die Verwaltung fertiggestellt ist!